Archiv für game

Ein Zitat, mal wieder:

Posted in Spielkultur with tags , , , on 18. Juni 2013 by Leander

Shigeru Miyamoto Zelda 2, sein seiner Meinung nach schlechtestes Spiel:

“When we’re designing games, we have our plan for what we’re going to design but in our process it evolves and grows from there,” Miyamoto said. “In Zelda II: The Adventure of Link, unfortunately all we ended up creating was what we had originally planned on paper.”

Falls das Projekt also nur das wird, was man am Anfang geplant hat, kann es wohl nicht so gut sein. Ein Rat, den die Entwickler heute auch mal berücksichtigen könnten. Gut, dass wir am Anfang gar kein Konzept hatten.

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Wie bereits erwähnt

Posted in Netz, Spielkultur, Technik with tags , , , , , on 11. Juli 2012 by Leander

Der gute Mann fasst die Grundaussagen meiner Artikel von vor einigen Monaten recht gut – wenn auch mit einem eigenartigen Stil – zusammen:

Und ja, auch Michael Pachter hat gelegentlich mal Recht.

VGC1983-II?

Posted in Bildung, Spielkultur with tags , , , , , on 8. Januar 2012 by Leander

Regelmäßige Leser meines Blogs – falls es die noch gibt – werden festgestellt haben dass hier nicht mehr so wahnsinnig viele neue Posts erscheinen. Ich habe hiermit vor das zu ändern und mir vorgenommen, den sonntäglichen Leerlauf darauf zu verwenden, den Blog mal wieder mit etwas Inhalt zu füllen. Thematisch soll es dabei hauptsächlich um die stetig wachsende Videospielindustrie gehen, auch wenn es dem Hobby weiterhin an gesellschaftlicher Akzeptanz mangelt.

Anfangen möchte ich mit einem kleinen Rückblick in die nähere Vergangenheit, genauer gesagt in das Jahr 1983. Wie auch im Moment befand sich die Industrie zu der Zeit im Aufschwung. Besonders auf dem amerikanischen Markt gab es eine Vielzahl Systeme. Die Bekanntesten waren wohl das/der Atari 2600 und sein Nachfolger 5200. Zur Markteinführung des 2600 im Jahr 1977 war es, anders als heute üblich, nur dem Hersteller Atari selbst erlaubt Spiele für das System zu veröffentlichen. Was später der große „Video Game Crash“ von 1983 genannt werden sollte nahm seinen Anfang im Jahr 1979. Zu der Zeit hatte Atari seinen Mitarbeitern verboten, ihre Namen im Abspann der Spiele, wie heute üblich, zu nennen. Auf Grund dieser Tatsache verließ ein Team der Programmierer Atari um die weltweit ersten Third-Party Entwickler zu werden. Sie nannten die neu gegründete Firma „Activision“. Wie schon erwähnt war es ihnen durch Atari verboten Ihre Produkte für die Konsolen zu veröffentlichen. Aus diesem Grund zog man nach amerikanischer Tradition vor Gericht. Im Jahr 1982 wurde der Fall zu Gunsten von Activision entschieden und öffnete somit die Tür für andere unabhängige Studios. In jeder Garage konnten Spiele für Atari und für die vielen Konkurrenzprodukte entwickelt werden. Der Markt wurde quasi überflutet von minderwertigen Spielen, die Kunden wurden verunsichert. Den Höhepunkt stellt hier ein frühes Lizenzspiel dar: E.T. der Außerirdische. Mitte 1982 erschien der erfolgreiche Film, und Atari wollte auf diesen Erfolg aufbauen und zahlte über 20 Millionen Dollar für die Lizenz. Man wählte einen etablierten Designer und gab ihm eine Deadline von fünf Wochen (!) um ein Spiel zum Film zu entwickeln. An heutigen Maßstäben gemessen ist das Ergebnis eine Katastrophe, verglichen mit damaligen Werken liegt es jedoch etwa im Mittelmaß. Der Name sollte jedoch zumindest ersteinmal dafür sorgen das eine Millionen Kopien des Spiels abgesetzt wurden. Da Presseberichte jedoch die Qualität des Spiels als mangelhaft beschrieben, brachen die Verkaufszahlen schnell zusammen. Atari hatte vorher jedoch optimistisch schon fünf Millionen Kopien des Spiels herstellen lassen, und blieb somit auf vier Fünfteln sitzen. Berichten zufolge wurden die übrigen Module (es waren etwa 10-20 LKW-Ladungen) auf einer Mülldeponie irgendwo in New Mexico vergraben. Das Vertrauen der Kunden in Atari war aufgrund dieses Flops gebrochen. Zudem stießen Gelegenheitskäufer aufgrund des überfluteten Marktes fast nur noch auf minderwertige Ware. Die Verkäufe brachen ein, was die meisten der damaligen Konsolenhersteller in den Bankrott führte.

Europa und Japan blieben von dieser Entwicklung verschont, da in Europa Computer wie der Commodore64 verbreiteter waren und die Japaner hauptsächlich einheimische Konsolen kauften. Diese Entwicklung ließ es letztendlich zu, dass sich japanische Marken wie Sega und Nintendo auf dem amerikanischen Markt etablieren konnten. Aus dieser Zeit stammt auch das bekannte „Seal of Quality“ dass noch bis heute auf den Verpackungen von Nintendo Spielen zu finden ist. So wird sichergestellt dass ein Mindestmaß an Spielbarkeit vorhanden ist. Wer heute anzweifelt ob bestimmte aktuelle „Werke“ dieses Siegel noch verdienen soll diese mal mit den Vertretern aus den 80ern vergleichen. Aber das ist ein anderes Thema. Die Frage, die sich eher stellt, ist: Kann es heute auch zu einem derartigen Zusammenbruch des kompletten Industriezweigs kommen. Man könnte davon ausgehen, dass die Kunden heute dank des Internets zumindest die Möglichkeit haben, sich von dem Kauf besser über die Qualität der Software zu informieren. Des Weiteren kann man davon ausgehen, dass die Durchschnittsqualität der Spiele stetig, vor allem Anfang der 90er Jahre, angestiegen ist. Die steigenden Preise für die Entwicklung der Software sorgt gleichzeitig dafür, dass die Anzahl der Spiele die auf dem Markt kommen leicht abfällt oder zumindest konstant bleibt. Falls es also zu einem weiteren Crash kommen sollte, so müssten andere Ursachen dafür verantwortlich sein. Mir fällt da eine Möglichkeit ein, auf die ich an dieser Stell eingehen werde. Nächsten Sonntag.