Fluggeräte

Auf dieser Seite wird man zukünftig kurze Vorstellungen einzelner Drachen oder sonstiger Windspiele finden. Ich werde versuchen ein ausgewogenes Programm aus verschiedenen Typen zusammenstellen, um Laien einen kleinen Einblick in dieses abwechslungsreiche Hobby zu geben.

Cody
Spannweite: 1m; Windstärke: 3 – 7; Typ: Einleiner/Kasten- oder Zellendrachen
Der von Samuel Franklin Cody um 1900 entwickelte Cody Warkite ist wohl neben dem Bell Tetraeder der beliebteste Kastendrachen. Er zeichnet sich durch seine stabile und ruhige Fluglage aus, die durch die verschiedenen horizontalen und vertikalen Segelflächen erreicht wird. Unsere 1-Meter-Version ist eher ein kleiner Vertreter seiner Art. Normalerweise sind diese Drachen wesentlich größer, da der Drachen ursprünglich als sogenannter manlifter gebaut wurde, mit den Personen in die Luft getragen werden sollten, um zum Beispiel als Späher Schlachtfelder überblicken zu können. Zu diesem Zweck hängt man mehrere große Codys hintereinander und lässt einen Korb mit dem Passagier mit Hilfe eines weitern Codys die Leine hinauflaufen.

Parafoil
Spannweite: 2m; Windstärke: 1 – 6; Typ: Einleiner/Ram-Air-Schirm
Obwohl er – von der Segelfläche her gesehen – nicht der Größte ist, ist der Parafoil oder Parafolie doch der stärkste Einleiner in unsere Tasche. Er war 1993 der zweite größere Eigenbau. Die Zugkraft kommt vor allem vom Profil des Drachens, dass sich, wie bei allen Matte, durch Stauluft zwischen Segel Ober- und Unterseite ausbildet. Der Flügelquerschnitt wird durch die 13 zwischen die Segelteile genähten Profile festgelegt. Die Waageschnüre werden bei diesem Typ an 21 Kielen befestigt, die dem Drachen zusätzliche Stabilität geben. Als Bodenanker für den Parafolie dient meistens der Abschlepphaken eines Autos oder ein Sandsack. Er ist sowas wie das Arbeitstier, da er hauptsächlich benutzt wird, um eine 13 Meter lange Turbine zu tragen, die hier später auch noch vorgestellt werden soll.

parafoliegross.jpg

Thunderbird (V1)
Spannweite: 1,8m; Windstärke: 2 – 8; Typ: Zweileiner/Ram-Air-Schirm
Diese kleine Matte zog mein Bruder vor vielen Jahren aus seiner Schultüte. Das Fehlen von Stangen macht diesen Drachentyp extrem robust, jedoch sind die Flugeigenschaften nicht so gut wie bei Stabdrachen. Die Zugkraft hingegen ist durch das Flügelprofil größer als bei Flachdrachen der selben Größe, wären das Packmaß wesentlich kleiner ist. Speziell bei diesem Drachen fällt die an den 10 Kielen (Dreiecke aus Stoff an der Unterseite des Drachen, an denen die Schnüre befestigt sind) befestigte Waage (Schnüre, die vom Segel zu den Anknüpfpunkten der Leinen gehen und entscheidend für die Flugfähigkeit des Drachen sind) auf. Es Handelt sich um eine gekreuzte Verbundwaage, wobei von jedem Keil jeweils eine Leine zu den beiden Anknüpfpunkten geht. Sieht ziemlich chaotisch aus, aber funktioniert recht gut.

thunderbirdv1.jpg

Thunderbird (V2)
Spannweite: 1,8m; Windstärke: 2 – 8; Typ: Zweileiner/Ram-Air-Schirm
Der Name ist der selbe, der Hersteller auch, jedoch wurde dieses Modell einige Jahr später gekauft. Wie auf dem unten stehenden Bild zu sehen ist, wurde der Aufbau grundlegend verändert. Die Matte hat nur noch zwei Kiele an den äußeren Enden und auf die Verbundwaage wurde verzichtet (die Waageschnüre der linken Leine sind auf der linken Seite des Drachen angeknüpft und umgekehrt). Dadurch ist diese Version wendiger, allerdings auch weniger stabil und sie kollabiert deshalb eher, wenn man zum Beispiel zu fest an einer der Leinen zieht.

thunderbirdv2.jpg

Hurricane
Spannweite: 2,5m; Windstärke: 2 – 7; Typ: Zweileiner/Lenkdrachen
Auch eines der älteren Modelle, die sich in unsere Besitz befinden. Recht langsam, aber wendig, leichte Geräuschentwicklung, dafür extrem gutmütig. Konstanter, mittelstarker Zug an den Leinen, auch bei wenig Wind. Sehr gutes Fluggefühl. Entwickelt bei stärkerem Wind mehr Kraft, jedoch bleibt das Flugverhalten dabei angenehm.

hurricane.jpg

Double Parasled
Spannweite: 2,5m; Windstärke: 1 – 7; Typ: Einleiner/Schlittendrachen
Eine große Version des bekannten kleinen Sled oder Schlittendrachen. Hat zur Stabilisierung 6 Stangen längs, braucht allerdings keine Querstrebe. Entwickelt bei stärkerem Wind recht viel Zugkraft, steht sonst relativ ruhig am Himmel. Auch hier handelt es sich um einen Eigenbau, allerdings mit halbierten Maße. Die original Spannweite beträgt also 5 Meter, die Höhe 3.

sled.jpg

Fanatic
Spannweite: 0,75m; Windstärke: 4 – 8; Typ: Zweileiner/Lenkdrachen
Ein Relikt aus den Anfängen. Eigentlich ein Einsteigermodell (glaub ich), allerdings wurden vier von den kleinen in einer Kette geflogen. Leider sind diese Ketten recht anfällig für allerlei Probleme, grade der Start erweißt sich (zumindest auf einer Wiese) ohne Helfer als schwierig. Auch das Fliegen will bei wenig optimalen Windverhältnissen nicht richtig klappen da der einzelne Drachen in diesem Fall recht sensibel auf Lenkbefehle reagiert, schnell umklappt und so kaum in der Luft zu halten ist. Fall der Wind allerdings gut, kann man mit einer Kette bei dem (nicht fachkundigem) Zuschauer für Staunen sorgen.

fanatic.jpg

Genki (japanisch: Gesund/Gesundheit)
Spannweite: 3m; Windstärke: 0 – 4; Typ: Einleiner/Flachdrachen
Ein Leichtwinddrachen asiatischen Ursprungs. Charakteristisch sind die lose flatternden unteren Ecken. Fliegt selbst bei minimalem Wind und durch Thermik. Steht Senkrecht über dem Piloten und liegt mehr ‚auf‘ als ‚im‘ Wind. Vom Einsatz bei bei stärkerem Wind ist abzuraten, da die 3m² Segelfläche dann eine zu große Belastung auf die Querstrebe ausüben, und diese dann leicht zerbricht. Es gibt viele Modifikationen, das Bild unten zeigt das Basismodell, mein letzter Eigenbau vorm „An-den-Nagel-hängen“ des Hobbys.

genki1.jpg

Zephir XL
Spannweite: 2,5m; Windstärke: 2 – 6; Typ: Zweileiner/Lenkdrachen
Ein etwas größerer Stablenkdrachen. Hervorragend geeignet für hiesige Windverhältnisse. Bei stärkerem Wind zieht er richtig schön. Ist trotz seine Größe recht wendig, wenn auch nicht sehr schnell. Einziges Problem ist, das er doch recht laut ist.

zephirxl1.jpg

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4 Antworten to “Fluggeräte”

  1. Ist der 2. auch selbstgebaut? o_O

  2. Nein, der ist gekauft, aber ein Selbstbau wäre sicherlich machbar.

  3. Tolle Modelle !!!! Was für Leinenrollen verwendest Du? Habe mir vor kurzen einen Vivasport Hurricane 2 Leinen Lenkdrachen gekauft, komme aber nicht so richtig mit den mitglieferten Wickelrollen zurecht.

  4. Also für die Einleiner nehmen wir normale, runde Spulen. Für 2- und 4-Leiner nehmen wir flache Winder, wie man sie vielleicht kennt. Wir schneiden die Leinen dann vorher auf Länge (25-35 Meter jeweils) und wickeln sie zusammen auf, also alle auf den selben, nicht auf separate Winder. Man muss allerdings darauf achten dass man die Leinen 8-förmig aufwickelt, sonst verdrehen sie sich ineinander.

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