Wii U-Eindrücke: die Software

Seit fast einer Woche steht die kleine schwarze(!) Kiste nun unter meinem Fernseher und hat sicher schon an die 50 Stunden gelaufen – also Zeit einmal ein bisschen zu rekapitulieren:

Zum Start hab ich mir drei Spiele gegönnt: Das beiliegende Nintendo Land, New Super Mario Bros. U und die Mass Effect 3 Special Edition. Dazu werde ich mich aber in späteren Artikeln auslassen, hier soll es erst einmal nur um das System und die integrierten Funktionen gehen.

Wenn man die Wii U das erste Mal startet und mit dem Einrichten und Konto-anlegen fertig ist wird man prompt dazu aufgefordert, das ca. 1GB große Systemupdate zu laden. Kleiner Pro-Tip meinerseits: das Update überspringen, dann wird es im Hintergrund geladen und die Konsole informiert euch sobald es fertig ist. In der Zwischenzeit kann man die Spiele antesten. Ohne Update kann die Konsole nämlich nicht viel mehr – ich glaube der Browser funktionierte schon, bin aber nicht sicher. Unabhängig davon handelt es sich dabei um den vielleicht besten Browser den es auf Konsolen bisher gibt. Seiten bauen sich schneller auf als auf meinem Laptop und die html5 Unterstützung funktioniert einwandfrei. Flash kann er leider nicht (aber das soll meiner Meinung nach so langsam mal verschwinden, unzeitgemäßer Dreck), nur gut das youtube und co. schon den neuen html-Standard unterstützen. Durch die Tastatur auf dem Gamepad-Bildschrim geht die Eingabe von URLs recht mühelos von der Hand. Speicherplatz für Favoriten gibt es auch. Auch wenn der Bildschirm auf dem Gamepad nur Single-Touch ist (zum Gamepad auch später mehr), funktioniert die Navigation einwandfrei – besser als auf allen anderen Displays dieser Art die ich bisher bedient habe.

Wo wir grade bei Web-Geschichten sind: Der eShop ist jetzt auch webbasiert, auch wenn das im ersten Moment nicht auffällt. Dort gibt es neben einigen hochwertigen Indi-Titel (Trine2 z.B.) auch fast das gesamte Retail-Lineup zum Download. Da der Interne Speicher nicht der Größte ist (8 bzw. 32GB) braucht man allerdings, falls man tatsächlich komplett auf Disks verzichten will, eine externe Festplatte. Dazu kommt das ein 17GB großes Assassin’s Creed 3 auch nicht mal eben heruntergeladen ist.

Nach dem Update ist ebenfalls eine weiteres Feature verfügbar, das sogenannte Miiverse. Dabei handelt es sich um eine Art Soziales Netzwerk, das gleichzeitig das „Freundesystem“ der Konsole ausmacht. Miiverse ist dabei tief im System integriert. Während nach dem Anschalten des Systems auf dem Gamepad-Bildschirm das Menü mit den Spielen und Apps erscheint, wird der Fernsehbildschirm überrannt von Miis (Nintendos Avatare), die andere Spieler repräsentieren. Diese versammeln sich unter Symbolen von verschiedenen Anwendungen und Spielen. Dabei werden gelegentlich Sprechblasen mit Nachrichten gezeigt, die der jeweilige Nutzer in der eigentlichen Miiverse-Anwendung verfasst hat. Hier kann man nach Spielen sortiert diskutieren indem man Textnachrichten schreibt oder Bilder malt (und es sind Leute dabei, die können auf dem Bildschirm besser zeichnen als manch einer auf einem Blatt Papier). An die Beiträge kann man auch Sceenshots von einem der beiden Bildschirme anhängen. Das funktioniert nur, weil man Spiele (fast) immer durch das Drücken des Home-Buttons pausieren kann. Von dem Home-Menü aus (ein etwas anderes als das normale Menü) kann man Anwendungen starten, während das Spiel im Hintergrund angehalten bleibt. Dazu zählen neben dem Miiverse auch der Browser, die Freundesliste, der eShop, die Downloadverwaltung (alle Downloads können auch im Hintergrund ausgeführt werden) sowie das noch nicht aktive Nintendo TVii (eine Art interaktive Programmzeitschrift). Miiverse soll in näherer Zukunft sowohl vom 3DS, als auch von PCs und Smartphones zugänglich gemacht werden. Ob die Integration beim 3DS auch so weitreichend sein wird, bleibt abzuwarten.

Das System bringt außerdem noch eine youtube-App mit, von der ich aber abraten möchte. Bisher hab‘ ich sie nur einmal gestartet, und fand die Navigation sehr unintuitiv. Der Browser erfüllt die selbe Funktion deutlich besser.

Der Rest ist Nintendo-typisch übersichtlich gestaltet, alle Funktionen sich leicht zu finden, es gibt wie schon bei der Wii und beim 3DS eine Protokollfunktion, die aufzeichnet wie lang man wann welches Spiel gespielt hat (manchmal ein bisschen schockierend: Was, das waren 5 Stunden?!). Die Ladezeit bei der Rückkehr ins Hauptmenü könnte etwas kürzer sein, deckt sich aber mit der Wartezeit bei anderen Konsolen mit einer derartigen Funktion.

Soviel erstmal zur Software, zum Rest des Systems und vor allem zu den Spielen später mehr.

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