…kommt erst am Dienstag

Ja, ein Zitat aus Star Trek – Treffen der Generationen. Das Schiff ist zwar fertig, aber die Hälfte fehlt noch oder funktioniert nicht richtig. Glücklicherweise ist zumindest bei der Hardware heute alles bei der Auslieferung da, man bekommt keine fehlenden Teile nachgeliefert oder ähnliches. Bei der Software ist es da anders. Selbst am ersten Tag gekaufte Spiele laden nach dem Einlegen erst einmal ein Patch herunter. Noch Monate später werden noch Fehler ausgebessert. Zum Einen ist das natürlich zunächst einmal ein Vorteil für alle. Solange die Download nicht zu groß werden und den Konsumenten stören helfen die Patches den Entwicklern ihre Deadlines einzuhalten. So können sie ein noch nicht vollständig getestetes Produkt zum Pressen bringen, und Fehler, die später noch gefunden werden, können ausgebessert werden. Was nun aber, wenn die Patches die zum erscheinen nicht fertig sind, was wenn nicht alle oder vor allem große Fehler nicht rechtzeitig gefunden werden. Man hat das Problem quasi nur verschoben. Da muss man sich als Konsument letztlich fragen, ob es wichtiger ist das Produkt früh zu haben, oder ausgereift und fehlerfrei. Dabei stellt sich dann die Frage, was man als Fehler deklarieren kann und was nicht. Bei Systemabstürzen ist die Wahl relativ einfach, ebenso bei offensichtlichen Grafikfehlern. Was ist aber mit fehlenden Speicherpunkten, oder zu schweren Gegnern. Wenn ich ein Spiel kaufe, hab ich dann ein Recht darauf, dass es gut ist? Kann ich von einem Entwickler verlangen die Fehler auszubessern, oder gar die Story zu ändern, wenn sie mir nicht gefällt? Letztlich habe ich das Produkt bezahlt als Packung im Regal, und mit dem Inhalt zu dem Zeitpunkt. Ob mir der gefällt oder nicht.

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2 Antworten to “…kommt erst am Dienstag”

  1. Natürlich hat man kein Anrecht darauf, dass die Story oder das Ende geändert wird, nur weil es einem nicht gefällt – das wäre ja noch schöner. Bei Filmen oder Büchern weiß man vorher ja auch nicht, wie sich die Geschichte entwickelt bzw. wie sie ausgeht. Da sagt man dann:“Tja, war jetzt nicht das, was ich mir erwartet oder erhofft habe, aber da habe ich halt Pech gehabt.“ Das sollte auch bei Videospielen gelten – und ja, ich bin Mass Effect 3 – „Opfer“, fand das Ende aber gar nicht so schlecht. Grundsätzlich sind Patches – darum geht es ja in dem Beitrag – eine sehr gute Sache und durch das Internet wurde es in den vergangenen Jahren immer einfacher, sie zu verbreiten. Was mir aber Kopfschmerzen bereitet, sind DLCs. Damit meine ich nicht mal solche, die man hinzukaufen und runterladen kann (die sind ebenfalls eine logische Konsequenz aus der Verbreitung schneller Internetverbindungen), sondern solche, die sich im Grunde bereits vollständig auf der DVD/im Spielverzeichnis befinden und die dann „freigekauft“ werden müssen. So auch bei ME3, wobei hier der DLC sogar noch relativ relevant für die Story war. Da wird das System „ich habe das Produkt bezahlt als Packung im Regal, und mit dem Inhalt zu dem Zeitpunkt“ außer Kraft gesetzt, weil ich eben nicht alle Inhalte zum Zeitpunkt des Kaufes nutzen kann, obwohl ich für das Produkt bezahlt habe.

  2. Mir persönlich ist es relativ egal ob der DLC jetzt mit auf der DVD gespeichert ist oder erst herunter geladen werden muss. Letztlich verfehlt doch jeder Zusatzinhalt, der schon zum Erscheinen des Spiels erhältlich ist, seinen Zweck. Man sollte damit die Lebensdauer eines Spieles verlängern, vielleicht den Spieler nach Monaten nochmal dazu bringen das Spiel weiter zu spielen (wie z.B. bei Mass Effect 2 sehr gut verwirklicht).

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