Game Design mal anders

Es muss ja nicht immer alles digital sein. Neben Video- und Brettspielen beschäftige ich mich seit einigen Jahren auch mit Großgruppenspielen, wie sie zum Beispiel in Ferienlagern durchgeführt werden. Auch hier muss man sich zwingend an etablierte, erprobte Standarts halten, sondern kann auch kreativ werden und sich selbst etwas ausdenken. Vor einigen Jahren habe ich hier eine Modifikation des klassischen „Capture The Flag“ entworfen, die sich immer großer Beliebtheit erfreut hat. Dieses Spiel möchte ich an diese Stelle einmal vorstellen. Es handelt sich dabei um:

Capture The Bauklotz
Motivation für das Spiel war es eine Variante von Capture The Flag mit mehr als zwei Mannschaften zu gestalten, diese bei etwa 40 Teilnehmern sonst zu groß würden. Capture The Bauklotz kann prinzipiell mit beliebig vielen Teams gespielt werden, wobei sich das Abstecken des Spielfeldes bei mehr als vier Mannschaften als schwierig herausstellt. Dazu muss ein Gebiet von etwa der Größe eines Fußballfeldes in gleichgroße Teile entsprechend der Anzahl der Mannschaften aufgeteilt werden. Ein Wald ohne zu viel Unterholz ist hier die erste Wahl. Die Teilstücke nach der Unterteilung sollten dabei etwa gleich beschaffen sein, um keiner Mannschaft unfaire Vorteile zu gewähren. Als Markierung für die Grenze zwischen den Gebieten kann man zum Beispiel einzelnen Bäume mit Flatterband markieren. Innerhalb eines Teilstücks – in der äußeren Ecke – befindet sich die Basis der jeweiligen Mannschaft. Für diese wird ein Kreis mit einem Radius von zwei bis drei Metern markiert. Hierfür eignen sich zum Beispiel Sägespäne. In in diesen Kreis wird ein beliebiger Behälter mit zehn Bauklötzen oder etwas ähnlichem gestellt. Ziel der anderen Mannschaften ist es nun, in den gekennzeichneten Kreis zu gelangen ohne vorher von der verteidigenden Mannschaft abgeschlagen zu werden. Die Verteidiger dürfen ihren eigenen Kreis dabei nicht betreten oder durchqueren. Sobald der Angreifer einen Fuss in der Kreis gesetzt hat kann er einen der Bauklötze mitnehmen und ihn in seine eigene Basis bringen. Um besser zu unterscheiden ob jemand abgeschlagen wurde oder nicht, trägt jeder Spieler eine Wäscheklammer offen an der Kleidung. Wird er abgeschlagen, so muss er diese abgeben und ist erst wieder handlungsfähig, wenn er sich aus seiner Basis eine neue geholt hat. Abschlagen kann ein Spieler nur in seinem eigenen Gebiet. Gewonnen hat die Mannschaft, die nach einer bestimmten Zeit die meisten Bauklötze in ihrer Basis hat.
Es hat sich herausgestellt, dass das Spielt bei nur zwei Mannschaften recht vorhersehbar wird. Es sollten deshalb nach Möglichkeit mindestens drei Teams sein, wobei jedes Team aus mindestens fünf bis sechs Leuten bestehen sollte. Gespielt wurde aber auch schon mit vier Teams und dreizehn bis vierzehn Spielen pro Mannschaft. Auch eine Version bei Nacht wurde erprobt. Dadurch wird der Fokus des Spiels vom Rennen deutlich Richtung schleichen und Verstecken verschoben und das Spielfeld kann kleiner sein. Außerdem wurden Lampen als Markierung für die Basen angebracht.

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