Bitte nachzahlen!

Mit den steigenden Entwicklungskosten von Videospielen müssen, wie schon erwähnt, entsprechende Verkaufszahlen her, damit sich das Geschäft auch lohnt. Ein Aspekt der den Entwickler da zur Zeit ein großer Dorn im Auge ist, ist der Verkauf, bzw. der Wiederverkauf von Gebrauchtspielen. Der Markt ist wieder mal in den Vereinigten Staaten etablierter als in Europa. Allen voran ist hier die GameStop-Kette zu nennen, die eine beliebte Anlaufstelle zum Eintauschen von alten Titeln ist. GameStop bietet unter anderem an, dass gebrauchte Titel direkt für Neue eingetauscht werden können. Wobei die Konditionen aus meiner Sicht eher umlukrativ sind. Ich persönlich würde keine drei relativ junge, gebrauchte Titel gegen einen neuen eintauschen. Diese Meinung wird von den meisten Spieler nicht geteilt. Da gebrauchte Titel für den Kunden natürlich günstiger sind, und die Publisher nicht an den Wiederverkäufen verdienen, werden in den letzten Jahren verschiedene Maßnamen eingeführt, um dem Gebrauchtmarkt entgegenzuwirken. Eine davon ist der so genannte „Online Pass“. Dieser kommt vor allem bei Spielen zum Einsatz, bei denen das Hauptaugenmerk auf dem Online-Multiplayer liegt. Der Titel kommt dann mit einem Schlüssel, den man eingeben muss, um Zugriff auf den Onlinemodus zu bekommen. Dieser Schlüssel verfällt aber beim ersten Eingeben. Wird das Spiel weiterverkauft, hat der Zweitbesitzer keine Möglichkeit den Titel online zu Spielen, es sei denn er kauft einen neuen Online Pass. Die Preise dafür liegen bei etwa 10€. Bei Spielen mit dem Fokus auf dem Einzelspielermodus gibt es einen ähnlichen Ansatz. So werden durch den beigelegten Schlüssel etwa zusätzliche Items im Spiel freigeschaltet, die der Gebrauchtkäufer nur als Download-Content kaufen kann. Es gibt auch Titel die so weit gehen, dass sie einen „Offline Pass“ beinhalten, der den Einzelspielermodus einschränkt oder komplett sperrt. Alle dieser Maßnahmen stoßen verständlicherweise auf großen Protest bei der Spielerschaft. Eine Weitere kam bei einem 3DS Spiel zum Einsatz, und war so kontrovers, dass der Hersteller bereits versichert hat, diese nicht wieder einzusetzen. Bei dem besagten, highscorebasierten Spiel lässt sich der Speicherstand nicht löschen. Freigeschaltete Inhalte bleiben für immer freigeschaltet, das Spiel kann nicht zurückgesetzt werden. Wie weit kann die Industrie also gehen, um die Spieler davon zu überzeugen, ein Spiel neu und nicht gebraucht zu kaufen?

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