GC’09: Final Fantasy: Crystal Chronicles – The Crystal Bearers

Alleine der Titel ist schon länger als der komplette Dialog in so machen neueren Werken. Anders als die nummerierten Final Fantasy Teile haben alle Crystal Chronicles Ableger (und das sind mittlerweile garnicht mal so wenige: der Gamecube Teil ohne Untertitel, Ring Of Fates, Echoes Of Time, My Life As A King/Darklord) einer Art zusammenhängende Story. Zentrales Element im den Ablegern sind die vier Völker die die Welt bevölkern: Die beiden menschenähnlichen Clavat und Selkie die sich hauptsächlich durch ihre Kultur unterscheiden, die stämmigen Lilty und die mysteriösen, hochgewachsenen Yuke. The Crystal Bearers spielt tausend Jahre nach all seinen Vorgängern, und in dieser Zeit hat sich das Gesicht der Welt verändert. Nachdem die Welt vom todbringenden Miasma befreit wurde, waren ihren Bewohner nicht mehr auf die schützende Wirkung der Kristalle angewiesen und ihnen kam nun nur noch symbolische Bedeutung zu, so dass letztendlich jeder der vier Stämme nur noch einen großen hatte. Nach Jahren des Friedens kam es zum Krieg zwischen den herrschsüchtigen Lilty und den magisch begabten Yuke, in folge dessen der Yuke-Kristall zerstört wurde und die Yukes und mit ihnen die Magie in den Wirren der Geschichte verschwanden. Schnell fanden die Lilty heraus, dass man die Kristallsplitter als eine Art Energiequelle verwenden konnte und entwickelten auf dieser Basis die ersten Maschinen, die die Magie ersetzten. Neben den technologischen Fortschritt der auch die ersten Waffen und (Final Fantasy typisch) Luftschiffe) hervorbrachte hatte der Zerstörung des Kristalls auch noch eine weitere Folge: immer wieder werden Kinder geboren die einen kleinen Kristallsplitter in sich tragen. Diese Kristallträger geben dem Spiel den Namen und haben gewisse Fähigkeiten, wie zum Beispiel Telekinese, die sie in der Gesellschaft zu Ausgestoßenen machen. Im Spiel übernimmt man die Kontrolle über einen solchen Kristallträger, der als Söldner seinen Fähigkeiten einsetzt um an etwas Gil zu kommen. Zu Beginn hat man den Auftrag einem Luftschiff von einem kleinen Gleiter aus Geleitschutz zu geben. An dieser Stelle beginnt das Spiel. Der Flug verläuft anfangs recht ereignislos, denn unser Held döst auf dem Dach seines Gleiters vor sich hin. Plötzlich erscheinen aus dem nichts mehrere Drachen-artige Kreaturen die das Luftschiff angreifen. Der Spieler darf dann zielen helfen als der Held eine überlebensgroße Waffe zieht und sich aus dem Gleiter stürzt um die Drachen im freien Fall gegenüberzutreten. Mit Hilfe seiner Fähigkeiten kann er den Angriff abwehren und auf dem Deck des Luftschiffes landen. Dort zeigt sich der Verursacher des Angriffs, der augenscheinlich ein Yuke ist, die man für ausgestorben hielt, und die selben Fähigkeiten wie unser Held besitzt. Der Angreifer beschädigt das Schiff und verschwindet, während der Held Telekinese benutzt um das Schiff vor einem Absturz zu bewahren. Man übernimmt nun das Steuer und muss dass Schiff durch einen Canyon steuern, während der Gleiterpilot den Weg frei schießt. Natürlich gelingt die Landung knapp vor der Lilty-Hauptstadt wo das eigentliche Spiel anfängt, den eigentlich handelt es sich hier ja um ein Adventure, auch wenn die ersten 20 Minuten nicht darauf hin deuten. Die Stadt kann man ersteinmal frei erkunden, zielt man mit der Fernbedienung auf Personen oder Objekte, kann man diese per Telekinese hoch heben, mit sich herumtragen und werfen. So lassen sich verschiedenste Aufgaben erfüllen, auch wenn die Stadtwache nicht sehr begeistert davon ist, wenn man ihre Mitglieder durch die Gegend fliegen lässt. Natürlich lassen sich die Kräfte auch sinnvoll einsetzten, so kann man zum Beispiel Personen befreien, die unter Felsen eingeklemmt sind und so weiter. Außer diesen Fähigkeiten hat der Held selbst keine Waffen, so das Gegner auf dem freien Feld am besten dadurch bekämpft werden, dass man einen von ihnen mit sich herumträgt, und seine Attacken dann gegen andere verwendet. Die Welt soll dabei mehrere große Städte zu bieten haben und riesige freie Flächen mit Gegnern dazwischen. Interessant ist vielleicht auch noch, dass sowohl Gegner als auch Personen ohne euer Zutun miteinander interagieren, so dass man auch viel Zeit damit verbringen kann die NPC einfach nur zu beobachten. Ohnehin hat man den Eindruck das sehr viel Geld und Arbeit in dieses Projekt geflossen sind, dass immerhin schon seit 2006 angekündigt ist. Das Spiel an sich scheint „größer“ als seine Vorgänger und wirkt auf den ersten Blick eher wie ein „richtiges“ Final Fantasy, auch wenn im Spiel selbst eher Elemente aus Zelda, GTA (offene Welt, viele kleinere Sidequests, man kann (wenn man will) tun und lassen was man möchte), Kirby (benutze die Attacken der Gegner gegen sie selbst) und Star Wars (Telekinese) zu finden sind. Viele sind etwas enttäuscht weilt das Spiel eine reine Einzelspielererfahrung wird – im Gegensatz zu den Vorgängern. Für mich ist es allerdings wohl das Spiel auf das im Moment am meisten warte. Immerhin sah die anspielbare Version auf der GC schon so gut wie fertig aus und war auch schon übersetzt. Zumindest die ersten ein bis zwei Stunden das Spiels schienen voll ausgereift zu sein. The Crystal Bearers erscheint ende November in Japan und mit ein wenig Glück dieses Jahr auch noch in Europa… Hab ich schon die Musik erwähnt? Die ist auch top und verwendet unter anderem auch das Final Fantasy Theme.

(Leider abgefilmt und mit nem Entwickler Interview, so dass man vom Originalton nichts hört, schade, aber die selbe Demo war auf der GC anspielbar)

Advertisements

2 Antworten to “GC’09: Final Fantasy: Crystal Chronicles – The Crystal Bearers”

  1. Fuck, muss ich mir in Japan nun so nen Wii kaufen? ^^

  2. Könntest du, alternativ könnte ich dir meinen leihen wenn du wieder da bist.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: