GC’09: Gleiche Abkürzung, andere Stadt

Nachdem ich zuletzt 2004 die Games Convention besuchen durfte ging es nach fünf langen Jahren mal wieder auf eine Messe. Statt nach Leipzig fuhr der Zug dieses Jahr an die zweitbeste Stadt am Rhein. Geschadet hat diese „Ablösung“ dem Anstrom an Besuchen augenscheinlich nicht, was allerdings auch auf die deutlich zentralere Lage des Austragungsortes zurückzuführen sein könnte. Die bessere Lange und Anbindung, sowie die Expansionsmöglichkeiten (ca. 2/3 der Hallen waren überhaupt belegt), war immerhin auch der Grund warum die Aussteller der Gamescom den Vorzug gaben. Eigenartig schien es, dass die Veranstalter nur die vom Eingang entferntesten Hallen für die Aussteller geöffnet hatten, so das alle Besucher erst einmal quer über des Messegelände laufen mussten. Am Ende angekommen hatte man dann die Auswahl zwischen vier öffentlichen sowie zwei Hallen exklusiv für Fachbesucher und Presse. Dass man sich bewusst dafür entschieden hat die drei großen (Sony, Microsoft, Nintendo) voneinander Getrennt in einzelnen Gebäuden unterzubringen scheint wahrscheinlich. Auch sonst waren eigentlich alle größeren Hersteller vertreten, lediglich LucasArts suchten wir vergebens/konnten wir nicht finden. Natürlich gab es wieder eine Menge zu sehen und anzutesten. Falls man nicht wirklich jedes einzelne Spiel sehen wollte, reichte eigentlich ein eintägiger Besuch um die allgemeine Neugierde zu befriedigen… währen da nicht diese ewig langen Schlange gewesen. In den meisten Fällen kamen diese alleine dadurch zustande, dass das besagte Produkt von den Damen und Herren der USK als zu gewalttätig klassifiziert wurde, und somit nur hinter geschlossenen Türen gezeigt und angespielt werden durfte. Dabei wurden eingangs extra hübsch bunte Armbänder verteilt, die angaben ob der Träger älter als 16 bzw. 18 ist. Das heißt, selbst wenn man sich das besagte Produkt nur angucken und nicht anspielen wollte, musste man sich trotzdem in die Schlange stellen und im Falle von Diablo3 bis zu vier Stunden warten (zu dem Zeitpunkt wurden dann Schilder aufgestellt, die dem potenziellen Wartenden dazu aufforderte sich doch besser nicht anzustellen). Hatte man die Wartezeit hinter sich gebracht, durfte man dann ran. Also einfach mal ausprobieren war da nicht. Eigentlich kontraproduktiv, denn sollte eine solche Messe nicht auch dazu da sein, neue Kunden anzuwerben, die vielleicht von dem Produkt noch nie etwas gehört haben. Die längste Wartezeit die wir ertragen mussten um Hand an „Red Steel 2“ anzulegen war ca. eine halbe Stunde. Glücklicherweise waren wir früh genug da, denn hinter uns wurde die Schlange länger und länger. Dabei ließe sich das Problem doch sicherlich einfach lösen. So könnte man zum Beispiel eine Halle oder einen bestimmten Bereich für die USK 16 und 18 Spiele reservieren, an dessen Eingang dann die Bänder kontrolliert werden und in dem sich die Besucher frei bewegen können. So sparen die Aussteller auch das Geld für die „geschlossenen Türen“ bzw. für die kleinen oder größeren abgetrennten Bereiche/Zimmer die jeder Einzelne einrichten musste. Dass diese von Außen relativ hübsch aussehen können sieht man am Beispiel des Ubisoft Standes:

PIC_0546
Zusammengefasst kann man aber sagen, dass das sich die Gamescom zum Debüt sehr gut präsentiert hat und dem Vorgänger im Leipzig kaum nachsteht. Es gab einige interessante neue Spiele zu sehen (darunter auch Überraschungen wie das extrem spaßige TNMT: Smash Up, von dem ich zwar gehört und gesehen hatte aber an dass ich keine größeren Erwartungen hatte), auf die ich noch gesondert eingehen werde und von denen einige (z.B. Red Steel 2, Final Fantasy Crystal Chronicles: The Crystal Bearers) schon jetzt einen festen Platz auf meiner Einkaufsliste haben.

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