Testflug

So, heute war es so weit. Exakt drei Wochen nachdem der Entschluss gefasst wurde, sie zu bauen, ist die C-Quad heute schon fertiggestellt worden. Nachdem ich mir 4 Stunden lang die Finger wund geknotet habe, in denen noch die Glasfasersplitter vom Stangen-schneiden heut morgen stecken, ging es heute gegen kurz nach fünf hoch auf die Wiese zum Testfliegen. Ich entschied mich dagegen die Drachen abzubauen und benutzte stattdessen die Pizzatechnik: Dank der flexibelen Stange lässt sich die C-Quad durch zusammenfassen der äußeren Flügelspitzen zu einer Scheibe „zusammenrollen“. Das Original kommt deshalb beim Kauf mit einer runden, scheibenförmigen Tasche. Leider beherrsche ich die Technik nicht wirklich gut, und so war dann doch der komplette Kofferraum voll Stoff und Schnüre. Da der Stab in der Leitkante bei mir – im Gegensatz zum Original – nicht aus einem Stück ist, sondern aus drei, mit Hülsen aneinander gesteckten, Stäben besteht, lässt die C-Quad sich, wie bei Drachen eigentlich üblich, in ein gut zwei Meter langes, dünnes Objekt zusammenlegen, und ist so besser transportabel. Doch zurück aufs Feld: Mit den Griffen direkt an der Waage erhob sich die kleine recht gut in die Luft, also Schnüre ausgerollt und los gings… da gabs nur ein kleines Problem: fast kein Wind. Naja, dachte ich mir, dann muss mal halt nen bisschen rückwärts laufen, und dann wirds schon gehen. Gesagt, getan. Doch was passiert: das Ding will nicht hoch, auch das Verlängern der Bremsschnüre brachte keinen Erfolg. Tja, was tun. Auf Anraten meines Vater’s kürzte ich die Schnur zum Waagepunkt oben in der Mitte um einige Zentimeter, um das Profil des Drachen zu erhöhen und für mehr Auftrieb zu sorgen. Dann wieder warten auf Wind. Die Minuten vergingen, aber nichts passierte. Ich solle es morgen, bei mehr Wind, nochmal probieren, riet man mir. In einem letzten Versuch machte ich einen Schritt zurück und zog an den Hauptleinen. Das Segel straffte sich und aufwärts gings. Ich weiß nicht ob es jetzt wirklich der Wind war oder ob das Ding nur durch mein langsames Rückwärtsgehen in der Luft geblieben ist. Es sah auf jeden Fall sehr gut aus, und ließ sich sogar lenken. Dreimal brachte ich den Drachen samt Schnüren wieder zurück an meine Ausgangsposition am anderen Ende der Wiese, weil auch die ja irgendwann zu ende war und man nicht weiter Rückwärts konnte. Ziemlich anstrengend die ganze Aktion. Einmal kam etwas Wind auf, und mit etwas meine ich so wenig, dass es nur merkte, weil die C-Quad auf einmal ganz schön an den Leinen zog und ich nicht mehr rückwärts gehen musste und konnte. Wenn sie bei dem kaum vorhandenen Wind schon so zieht, wieviel wirds dann erst bei normalen oder guten Windverhältnissen. Ich freu mich auf jeden Fall drauf, und bin erleichtert dass die ganze Arbeit nicht umsonst war.c-quad3.jpg

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7 Antworten to “Testflug”

  1. Glückwunsch!

  2. Respekt Leo, mögen die Winde mit dir sein^^ Will nach vollendetem Umzugsstress auch mal wieder teleskopen, wobei das nur an Wochenenden möglich sein wird, da der Stadthimmel bei Nacht heller ist als ein Sommertag auf dem Land ^^

  3. Glückwunsch auch von mir. Kein Wind? Was ist denn das? Kenn ich nicht^^

    Naja, werde irgendwann bald mal wieder in Bad Driburg sein. Dann werd ichs vielleicht erfahren, wie das ist: „kein Wind“.

  4. Stimmt wohl, am Meer kommts selten vor, dass mal kein Wind ist, obwohl ich doch Nordseestrände denen der Ostsee vorziehen würde, ganz einfach weil da mehr Platz ist.

  5. Aaaach der Timmendorfer Strand ist doch toll an der Ostsee ♥ ♥ ♥ viel toller als Nordsee ^^

  6. Ähm, ich könnte anbieten, da meine Fühler auszustrecken, wo es denn hier leeren schönen Strand gibt, gibts bestimmt irgendwo (insbesondre zu Nebensaisonzeiten, dann könnte man da mal Drachen steigen lassen. Außerdem hat die Ostsee Vorteile: Weniger Böen, die das Ding zerreissen, haha!

    (Habe gerade Vollschaden, drei Helge Schneider-Filme am Stück geguckt, zwei Meter zwei Mark. Fahre dann in 4 1/2 Stunden mit dem Zug zu meinen Großeltern und von dort dann nach ca. 5 Tagen (oder so) nach Bad Driburg. Bis dann.)

  7. 1. Bevor der Wind des Ding zerreist, zerreist das Ding mich^^
    2. Meine Allgemeine Erfahrung mit Ostseestränden war meistens so das sie vielleicht 100 Meter breit sind (im vergleich zur Nordsee mehr als 500m, erklärbar durch stärkere Gezeiten) und das da in den meisten Fällen nicht wirklich viel Wind war. Zuwenig Wind allerdings hab ich an der Nordsee noch nie erlebt, höchstens manchmal zuviel.

    PS: Und ich war auch schon in Timmendorf oder wie dat heißt^^

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